BBS Sicherheitsseminar am 30.6./1.7.2012 in Geierseck

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Acht begeisterte Bogenschützen und Bogenschützinnen, die diese faszinierende Sportart auch weiterverbreiten wollen, waren zum Seminar angemeldet. Eine Teilnehmerin musste leider krankheitsbedingt kurzfristig ihre Teilnahme absagen.Nachdem wir die tollen Fohlen im Stable4Friends in Geierseck bei Taufkirchen/Vils bewundert hatten, hörten wir einen Vortrag von Rainer und Beate Hohenadler über Ausrüstung und Ausbildung des Bogenschützen, Kondition und Gymnastik, Turnier- und Wettkampfteilnahme und das Training beim berittenen Bogenschießen. Die beiden sind wirklich sehr kompetent in Fragen des BBS, Rainer hat sich auch die Arbeit gemacht, alles Wissenswerte schriftlich niederzulegen. Im Selbstverlag hat er ein Buch über BBS herausgegeben, das sehr empfehlenswert ist.


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Nach dem Mittagessen ging es dann mit Rainer und Beate zur Praxis des Bogenschießens in die schöne Halle des Stable4Friends. Michael und Nicola hatten Pfeilfangnetz und Zielscheiben bereits aufgebaut und jeder von uns sollte kurz eine Übungsstunde leiten, die anderen Teilnehmer fungierten als Schüler. Das funktionierte mehr oder weniger gut, den meisten Spaß hatte unsere Babsi, die meinte: “Cool - Rumkommandieren macht Spaß!“.
Danach gab es noch einen sehr interessanten Vortrag von Rechtsanwältin Verena Eckert zum Thema Haftungsrecht für Veranstalter, Übungsleiter und Tierhalter. Es ist uns allen klar geworden, dass man als Veranstalter oder Trainingsleiter besondere Vorsicht walten lassen muss, um eventuelle zivilrechtliche oder sogar strafrechtliche Folgen zu vermeiden. Am besten ist es, wenn man sich bereits im Vorfeld durch entsprechende Rahmenbedingungen und Hinweise absichert. Aber Gott sei Dank passiert ja selten etwas!
Am Abend trafen sich noch ein einige besonders vom BBS infizierte Teilnehmer zu Schießübungen und Wettbewerben in der Halle.

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Sonntag Vormittag war die praktische Arbeit mit Pferden dran. Jedem Teilnehmer wurde ein Pferd zugeteilt. Das Bogenschießpferd muss besonders nervenstark sein und sollte bereits als junges Pferd durch Bodenarbeit an Schreckhindernisse herangeführt werden. Hanni Felten demonstrierte uns, wie man tolle Ergebnisse erzielen kann, wenn man Vertrauen, Konsequenz, gewaltlose menschliche Dominanz und die natürliche Neugier des Pferdes in das Training einbezieht. Einige junge unerfahrene Pferde lernten auf diese Weise in Kürze z.B. über eine Plane zu gehen, einen Wassergraben zu durchqueren, die Angst vor dem Pfeilfangnetz zu verlieren oder sich an das Geräusch von Pfeil und Bogen zu gewöhnen.
Am Nachmittag berichtete uns Hanni über Besonderheiten beim Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Sie erfordern besondere Vorsicht, Aufmerksamkeit und Betreuung, weil ihre Verhaltensweisen oft nicht vorhersehbar sind.

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Danach hörten wir noch einen Vortrag von Axel Kelp, geprüfter Schießsportleiter, über die Sicherheitsbestimmungen beim Bogenschießen, wie sie vom Deutschen Feldbogen-Sportverband e.V. und Deutschen Schützenbund e.V. festgelegt sind. Obwohl er selbst Anhänger des traditionellen Bogenschießens ist, zeigte sich Axel sehr interessiert und sachkundig in den Besonderheiten des berittenen Bogenschießens und des ungarischen Wettkampfes. Wir lernten, wie man die Sicherheitszonen A, B und C beim Training und bei Turnieren festlegt. Auf Anregung von Benni führten wir dann noch eine Berechnung der Sicherheitszonen beim Koreanischen Wettkampf auf dem Flip-Chart durch. Hat Spaß gemacht!
Am Ende des Seminars waren wir alle sehr stolz, so viele wichtige Informationen an einem Wochenende erhalten zu haben. Die Teilnehmer sind nun berechtigt, die Veranstalterhaftpflicht der VFD für eigene Events in Anspruch zu nehmen. Ein herzliches Dankeschön an alle Referenten, auch für Eure Manuskripte! Danke an Nicola Reiff und Hanni Felten, die das Seminar organisiert haben, und noch mal an Hanni und Michael vom Stable4Friends in Geierseck für die Gastfreundschaft und die tolle Verpflegung!