Einsteigerkurs im Juli 2012 auf dem Schwab(en)hof in Genderkingen bei Donauwörth

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Schon Anfang des Jahres 2012 haben die "Schwab(en)mädels" aus Genderkingen angefragt, ob der Mongolensturm sie bei einem Einsteigerkurs im berittenen Bogenschießen unterstützen würde. Franziska, die Sportwartin der VFD – LV Bayern, und Schwester Johanna als Reithofbetreiber waren zu einem Schnupperkurs bereits 2011 in Hebertsham zum "testen" und wollten nun auf ihrem Hof diesen Kurs anbieten.

Der Wetterbericht für das letzte Juliwochenende prophezeite durchwachsenes Wetter und nicht zu warme Temperaturen. Doch, um es gleich vorweg zu nehmen - bis auf einen kurzen Schauer am Samstag hatte der Wettergott (wohl ein berittener Bogenschütze) ein Einsehen und verwöhnte die Tilnehmer sogar mit Sonne.

Der Kurs fand im Freien auf dem großen Reitplatz der Anlage "Schwabhof" statt mit 7 Damen und einem männlichen Aspiranten zwischen Teenager und Bestager.

Nach der Sicherheitseinweisung und der Bogen- und Pfeilzuteilung ging es an die Grundlagen des komplexen Bewegungsablaufes "Bogenschießen". Verwendung fanden hierbei wieder die bewährten Gymnastikbänder, die Hilfssehnen und zur Selbstkontrolle ein Spiegel. Als die Haltung, das Spannen des Bogens und die Lösebewegung passten, wurden die ersten Pfeile geschossen. Dabei zeigte es sich, dass es ein recht homogener Kurs war, bei dem sich der Lernfortschritt und die guten Schießerfolge bei allen gleichmäßig steigerten. So konnte bereits am Samstag vor der Mittagspause das erste Schießspiel stattfinden, bei dem die TeilnehmerInnen in zwei Gruppen im Staffellauf und auf Zeit mit so wenig wie möglich Pfeilen Treffer "erschießen" mussten. Neben der Auflockerung zeigte diese Übung auch, wie mit Belastung und Druck umgegangen werden konnte. Am Nachmittag folgte das Trocken- und das Schießtraining aus der Bewegung mit Schrittfolgen, abhocken und vom kleinen Trampolin.

Als großen Vorteil bot der Schwabhof zwei lebensgroße Holzpferde, die natürlich ganz hervoragend in die Kursgestaltung eingebaut werden konnten und den angehenden  berittenen BogenschützInnen schon mal ein vorbereitendes Gefühl für den Schuss vom Pferd vermittelten. So ging der erste Tag zu Ende und die Erwartungshaltung und Spannung für Sonntag war deutlich zu spüren.

Der begann, wie schon vortags, mit einem bangen Blick zum wolkenverhangenen Himmel bevor die bereitserworbenen Kenntnisse abgerufen und vertieft wurden. Nun ging es auch schon an die Vorwärts- und Rückwärtsschüsse. Viel Anklang fand auch die Bewegungs- und Taktvorgabe mit der Trommel, um den Lade- und Schießrhythmus zu automatisieren.

Und dann war es endlich so weit, dass die Pferde gesattelt werden konnten. Der Reitplatz war lang genug für einen Galopp in einer abgesteckten Gasse und alle KursteilnehmerInnen zeigten sehr gute Schüsse auf die Seitwärtsscheibe. Sogar ein absoluter Reitanfänger, der am Freitag das erste Mal auf einem Pferd gesessen war, schoss im Galopp vom geführten Pferd erfolgreich auf die Scheibe. Aus Rücksicht auf die Pferde musste das Training dann doch eingestellt werden, denn sonst würden sie heute noch schießen. Die begeisterten Gesichter sprachen Bände.

So endete ein erfolgreicher Kurs im Schwabenland, der den Teilnehmern und der Kursleitung sehr viel Spass gemacht hat; Wiederholung nicht ausgeschlossen.

Es zeigte sich jedoch, dass die von der VFD gestellten Bögen meist zu stark für untrainierte Anfänger und die Pfeile zum großen Teil zu kurz sind (vielleicht kann der bayerische Landesvorstand ja zu einem weiteren Erwerb von Leihbögen und -pfeilen bewegt werden.)